Keine Artikel in dieser Ansicht.

Aktionen Landesverband

Silphie-Blütenfest im Hahnennest

Durchwachsene Silphie zu Beginn der Blüte Anfang Juli

Am 14.08 fand im Energiepark Hahnennest in Ostrach das Silphie-Blütenfest statt. Daher an dieser Stelle einige Worte zur Pflanze und zum Projekt:

Die Durchwachsene Silphie stellt eine inzwischen sehr bewährte Alternative zum Hybridmais als Substrat in Biogas-Anlagen dar. Die DwS ist ein aus der nordamerikanischen Prärie stammender ausdauernder Korbblütler, mit einer potenziellen Nutzungsdauer von 10, 20 oder mehr Jahren.

Die DwS stellt besondere Ansprüche nur im ersten Jahr , beim Aufbau des Bestandes. In den Folgejahren unterdrückt sie die Unkräuter zufolge ihres dichten Blattwerks. Der Wiederaustrieb beginnt Ende März/Anfang April und leistet so einen wichtigen Beitrag zum Erosionsschutz, der frostharte Wurzelstock verbleibt über Winter im Boden, verhindert Abschwemmungen.
Der Ersatz entzogener Nährstoffe erfolgt durch das Ausbringen von Gärresten oder Gülle – ein sehr umweltfreundliches Recycling-Verfahren, das langfristig zur Anreicherung von Nährstoffen und zur Verbesserung der Bodenstruktur führt, verbunden mit einer mengenmäßig bedeutsamen CO2 wie auch N-Bindung in den Wurzelstöcken.

Desweiteren stellt die DwS mit ihrer langen Blütezeit von Juni bis September eine geschätzte Trachtpflanze, eine üppige Bienenweide, dar. Die oberirdischen Teile können als Bereicherung der Kulturlandschaft, der kompakte Wurzelstock als Kohlenstoffsenke gelten. Silphienbestände sind den monotonen Maiskulturen in Bezug auf ober- wie unterirdische Biodiversität weit überlegen.

Im Jahre 2012 entschlossen sich die weit blickenden Betreiber der am oberen Donautal gelegenen Biogas-Anlage Energiepark Hahnennest (EPH) eine Fläche von einem Hektar mit DwS-Setzlingen zu bepflanzen. Sie ließen es aber nicht dabei bewenden, sondern gingen einen entscheidenden Schritt weiter und begannen damit, eigenes Saatgut zu gewinnen und aufzubereiten.
Inzwischen haben sie Ernte und Aufbereitung des Saatgutes technisch weitgehend im Griff. Des Weiteren haben sie ein innovatives Direktsaatverfahren entwickelt, das sich schon 2014/2015 bewährt hat. Es handelt sich um eine Untersaat der DwS mit Mais als Deckfrucht. Der Boden ist auch im ersten Jahr bedeckt, Beikräuter sind unter Kontrolle, es gibt auch keinen Ertragsausfall.

Das erste Zusammentreffen zwischen EPH Ostrach und ÖDP liegt genau drei Jahre zurück. Am 8.7.2013 konnte der Verfasser Dr. Walter Frölich mit Unterstützung durch ÖDP Parteifreunde am LAZBW  Aulendorf einen Vortrag über die damals noch kaum bekannte Durchwachsene Silphie halten. Unter den Zuhörern befand sich ein EPH Mitarbeiter und Silphien-Enthusiast. Inzwischen ist der Verfasser wiss. Berater und DwS-Forscher im Projekt Donau Silphie: donau-silphie.de/ueber-uns.html

Mahnwache am Gedenkstein in Wyhl

Mahnwache in Wyhl

Während des Parteitages der ÖDP Baden-Württemberg in Emmendingen stand ein Besuch am Gedenkstein in Wyhl an, verbunden mit einer Mahnwache zum Gedenken an den 30. Jahrestag von Tschernobyl.

Während der Mahnwache, zu der die Mitglieder der ÖDP, Interessierte und die Bevölkerung eingeladen waren, berichtete der Delegierte aus dem Kreisverband Emmendingen Michael Kefer, dass dieser Widerstand gegen das Kernkraftwerk in Wyhl sicher der bedeutendste Schritt für die gesamte Region gewesen ist. Kefer ließ den kürzlich verstorben Widerstandskämpfer Walter Vögtle zu Wort kommen, indem er von ihm Textpassagen aus dem Jahrbuch des Landkreises Emmendingen vorlas.  Darüber hinaus sprach Bernd Nössler aus Wyhl vom Widerstand, bei dem er und alle Freunde, die mitmachten, bis zum Äußersten zu gehen bereit waren. „Im Widerstand gegen das Kernkraftwerk gab es ein Miteinander, ein Wir-Gefühl. Nur der Mensch hat gezählt. Es war ein riesiges Sammelbecken von verschiedenen Menschen. Aus einer kleinen Pflanze wurde eine große Pflanze des Widerstands,“ so Nössler in seinem Aussagen. Richard Schweizer, Jahrgang 1944 aus Emmendingen und ÖDP-Delegierter berichtete ebenso als Zeitzeuge: „Bevor ich zur Arbeit ging, brachte ich in den Leuten, die mehrmals in der Woche den Platz besetzt hielten, eine Kanne frisches Wasser vorbei. Das war für mich ein Beitrag, um die Menschen zu unterstützen.“ In einem indianischen Gebet erinnerte Bernd Nössler an all die Menschen, die bei den großen Reaktorunfällen von Tschernobyl und Fukushima ihr Leben lassen mussten.

Bernd Richter dankte Bernd Nössler für seine bewegenden Worte und fügte an: „Nai hämmer gsait, so lautet der bekannte Satz des Widerstands von damals. Heute brauchen wir den gleichen Geist gegen TTIP, CETA und die anderen Freihandelsabkommen. Das Wir-Gefühl geht weiter.“ (Foto: ÖDP)

Altpapiersammeln bewirkt Gutes

ÖDP übergibt 2400 Euro aus Altpapiersammlung an die Haitihilfe Schramberg

Die Kreisschatzmeisterin Edeltraud Maier und Vorsitzender Bernd Richter von ÖDP Rottweil übergaben kürzlich 2.400.- € an den Schatzmeister Albert Bäumer für die „Haiti-Hilfe Schramberg“. Das ist der Anteil der Einnahmen der letzten Altpapiersammlungen von Sulgen, Schönbronn und Heiligenbronn, die die ÖDP alle vier Monate in diesen Stadtteilen Schrambergs durchführt.

Da die ÖDP gemäß ihrer Satzung keine Firmen- und Betriebsspenden nimmt, für ihre Wahlkämpfe aber trotzdem Geld benötigt, sammelt sie alle vier Monate im März, Juli und November Altpapier und Kartonagen aus privaten Haushalten. Wer seine Bequemlichkeit überwindet und nicht alles einfach in die blaue Tonne wirft, kann Gutes tun, ohne eigenes Geld in die Hand zu nehmen. Die ÖDP will nämlich nicht nur in die eigene Kasse wirtschaften, sondern durch die Hilfe aller Beteiligten dazu beitragen, dass in Haiti, dem ärmsten Land des amerikanischen Kontinents, das dort herrschende Elend gelindert wird. Das schreckliche Erdbeben mit rund 200.000 Toten im Januar 2010 hat die Not noch einmal vergrößert.

„Wir freuen uns daher, dass immer mehr Menschen bei der Altpapiersammlung mitmachen und nicht alles wahllos in der blauen Tonne versenken. Sie tragen mit uns zu mehr Gerechtigkeit in unserer Welt bei.“, so Bernd Richter. „Weitere Helferinnen und Helfer sind am 12. März 2016, dem nächsten Sammeltag, ab 8 Uhr herzlich willkommen, egal, ob ein, zwei oder drei Stunden. Der Einsatz wird damit für alle lockerer und kürzer.“ Falls möglich bitte bei Bernd Richter unter Telefon 07422/55288 vorher melden oder per E-Mail bernd.richter@oedp-bw.de.

Atomkraft gefährdet uns alle!

Demonstration beim Atomkraftwerk Neckarwestheim zum Fukushima-Jahrestag 2016

Auch im Jahr 2016 nahm die ÖDP wieder am Fukushima-Jahrestag an der jährlichen Demonstration beim Atomkraftwerk Neckarwestheim teil. Der kurz zuvor bekannt gewordene schwere Störfall im elsässischen Atomkraftwerk Fessenheim hatte dabei vor Augen geführt, wie dringlich ein schnellerer Ausstieg aus der Atomenergie ist. Leider ist die Zahl der Teilnehmer(innen) an dem Demonstrationszug im Laufe der Zeit abgeflaut und die etablierten Parteien glänzen durch Abwesenheit. So sind neben der ÖDP nur die Linken (und die Jungen Grünen) noch nennenswert vertreten. Dabei ist die Energiewende zwar eingeleitet, doch wird sie nicht konsequent genug durchgeführt. Weiterhin entstehen Tag für Tag Tonnen neuer Atommüll, der Tausende von Jahren strahlt und für den es keine sichere Endlagerung gibt. Auch können weiterhin durch einen schweren Atomunfall weite Landstriche atomar verseucht werden. Die ÖDP ist der Überzeugung, dass die Energieversorgung nicht der Atomenergie bedarf. Die erneuerbaren Energiequellen müssen nur konsequent und effizient genutzt und der Stromverbrauch verringert werden. (Foto: ÖDP Baden-Württemberg / Uli Stein)

Mobilfunk und kein Ende? Ein Forum fragt nach

Mobilfunk-Forum in Freiburg

Zunächst war das Thema Mobilfunk nur ein Thema während eines ÖDP-Stammtisches in Freiburg, dann wurde es zu Beginn des Jahres 2015 ein Agendapunkt auf der Kreishauptversammlung der hiesigen ÖDP, der eine kleine Unterschriften-Aktion folgte. Ein wenig später fragten wir bei unserem ÖDP-Europaabgeordneten Prof. Klaus Buchner an, ob er nicht Lust auf einen Vortrag in Freiburg hätte. Die ersten Ideen waren also da.

Nach und nach entwickelte sich aus diesen kleinen Anfängen ein recht breites Bündnis: Zunächst ergab sich der Kontakt zur Initiative zum Schutz gegen Elektrosmog Südbaden. Dann war auf einmal mit Reinhard Lang der ÖDP KV Waldshut an Bord, dem wiederum der Verein „Lebenswerter Hochrhein“ und „AB-Strahl. Aktionsbündnis für strahlungsfreie Lebensräume e.V.“  folgte. Die ÖDP-Kreisverbände Ortenau und Emmendingen konnten als weitere Mitveranstalter gewonnen werden und – last but not least –  das Freiburger Institut für Umweltchemie sowie der Verein für Elektrosensible und Mobilfunkgeschädigte e.V.  eingebunden werden. Je breiter sich dieses Bündnis aufstellte, desto größer wurde auch die Idee. Anstatt eines einzelnen Vortrages sollte es nun ein Nachmittag mit vier Vorträgen werden. Die Idee der Veranstaltung „Mobilfunk und kein Ende? Ein Forum fragt nach.“ war geboren.

Am 13. November war es dann soweit. Unsere Moderatorin Florence von Bodisco konnte im Beisein von Michael Kefer vom ÖDP KV Emmendingen und Beisitzer im Landesvorstand der ÖDP Baden-Württemberg mehr als 200 Teilnehmer und Interessierte zu dieser Veranstaltung begrüßen, darunter zwei Stadträte der oppositionellen Liste „Freiburg Lebenswert.“
In erster Linie ging es bei dieser Veranstaltung um die Kehrseite des Mobilfunks; d.h. um die gesundheitlich bedenklichen Strahlungen, aber auch um die unnatürliche Art der Kommunikation, auf die etwa der Referent Dr. med. Wolf Bergmann in seinem Vortrag kritisch hinwies: „Wir verlieren die direkte soziale Interaktion, das soziale menschliche Miteinander!“ Beeindruckend war auch die Gesprächsrunde mit Reinhard Lang aus Herrischried, früherer Leistungssportler, und Ulrich Weiner, ehemals Nachrichtentechniker, die davon berichteten, wie das Leben eines von starker Elektrosensibiltät Betroffenen ausschaut. Von Ulrich Weiner, der heute zum Schutz vor Mobilfunkstrahlung im Wohnwagen im Wald lebt, wurde dabei v.a. bemängelt, dass dieses Thema in der ärztlichen Ausbildung bisher überhaupt nicht berücksichtigt werde. Dabei ist eine "Beeinflussung der Gehirnströme wissenschaftlich ausreichend nachgewiesen", zitierte Bernd Irmfrid Budzinski in seinem Vortrag den schweizerischen Bundesrat, der in diesem Jahr den Stand der Mobilfunk-Forschung so bewertet hatte. Es sei deshalb - zumindest bis zum Beweise des Gegenteils - glaubhaft, wenn Tausende von Bürgern und Bürgerinnen seit dem Aufbau des Mobilfunks zunehmend über Schlafstörungen und schwere Befindlichkeitsstörungen klagten. Das habe unlängst auch ein französisches Sozialgericht anerkannt. Gut 25 000 (in Frankreich 70 000) Personen gälten als schwer elektrosensibel, so dass sie im Keller oder fernab von Mobilfunksendern im Wohnwagen im Wald lebten. 10 % der Bevölkerung klagten darüber hinaus allgemein über gesundheitliche Störungen durch Funkstrahlung. Im Hinblick auf die Gewährleistung der kommunalen Daseinsvorsorge sei es auch eine Aufgabe der Gemeinden und besonders der "Grünen Stadt" Freiburg, diesen Menschen zu helfen. „Hier stehen Kommunen viel stärker in der Pflicht als bisher wahrgenommen!“
 
Unser ÖDP-Europaabgeordnete Prof. Klaus Buchner zeigte ebenfalls gravierende Mängel der deutschen Politik im Mobilfunkbereich auf. Unverantwortlich und beschämend seien v.a. die extrem hohen deutschen Grenzwerte. In anderen Ländern würden diese nur einen Bruchteil der deutschen Grenzwerte betragen. Buchner forderte aber auch die Verbraucher auf, das ihrerseits Mögliche zu tun. „Schalten Sie im Auto am besten Ihr Handy komplett aus!“ Ein Ratschlag, der sicherlich auch die Verkehrssicherheit bedeutsam erhöhen dürfte.
 
Zur Schlussrunde der Referenten stieß schließlich Frau Dipl.-Geologin Maike Brabenec vom Freiburger Institut für Umweltchemie - FIUC - hinzu, die auf die Querverbindungen von Mobilfunkbelastungen und Chemikalienallergien hinwies. Ebenso trat Frank Berner vom Verein für Elektrosensible und Mobilfunkgeschädigte e.V. in dieser Runde für einen verstärkten Schutz der Betroffenen ein. Das Forum forderte schließlich einmütig Bebauungspläne für die Schaffung sogenannter mobilfunkreduzierter und einiger weniger gänzlich mobilfunkfreier „Weißen Zonen“ für von starker Elektrosensibilität betroffene Mitmenschen.
 
Als um 22:00 Uhr Florence von Bodisco den Abend beendete, war spürbar, dass die Veranstaltung "Mobilfunk und kein Ende?" ein voller Erfolg gewesen war. Auch die Auswahl der Themen und die Referenten, und hier sei v.a. unser ÖDP-Europaabgeordneter Prof. Klaus Buchner genannt, fanden einen sehr positiven Zuspruch. Und dass wir mit Florence von Bodisco eine ganz tolle Moderatorin mit an Bord hatten, komplettiert das mehr als positive Bild. Dass eine Veranstaltung nicht nur Selbstzweck ist, sondern auch etwas bewirkt, zeigte sich bereits am nächsten Tag, wo zur Gründung eines Vereins „Weiße Zone“ aufgerufen und seitens „Freiburg Lebenswert“ eine weitere Anfrage zum Thema Mobilfunk an die Stadt Freiburg gerichtete  wurde. (Foto: ÖDP Freiburg)

Treffer 6 bis 10 von 13

Seit Kurzem präsentiert sich das ÖDP-Parteijournal mit einem neuen Webauftritt. Schauen Sie jetzt vorbei!